Turn your radio on

Drei Männer, ein Foto – und reichlich Radio im Gepäck. Damals roch Rundfunk noch nach Studio, Bandmaschine, Kaffee und einer Idee, die selbstverständlich erst fünf Minuten vor Sendebeginn auftauchte.
Uwe Golz lieferte Interviews, Musikgeschichten und Sendungen wie den von ihm erfundenen „Folkmarkt“, mit Joachim Deike „Weltzeit“ sowie später verschiedene „Tonart“-Ausgaben – von Folk über Jazz bis Klassik. Und mit „Versprecher – wenn das Radio aus dem Tritt gerät“ durfte auch mal schiefgehen, was sonst möglichst glatt klingen sollte. Viele seiner Gespräche bilden heute sein Interviewarchiv.
Juan Liebig brachte Geschichte und die spanischsprachige Welt ins Radio: mit „Hispanothek“, „El Condor Pasa“ und 1974 mit „Das Jahr 1830 – Reporter berichten“, gemeinsam mit Rüdiger Knop und Christa Moerstedt.
Dennis King hatte hörbar Vorwärtsdrang: „Musik nach der Schule“, „Nachtschicht“ und gelegentlich die „Schlager der Woche“. Radio, das nicht im Hintergrund blieb, sondern gleich den ganzen Raum übernahm.
Was bleibt? Drei Kollegen und eine Zeit, in der Musik noch von Menschen ausgesucht, angekündigt und mit Begeisterung gelebt wurde.
