Alle Interviews ungeschnitten und so roh, wie manche der Interviewten

Zwischen entspannter Festivalstimmung und tiefgründigen Gedanken erzählen sie, warum ihre Musik mehr ist als nur Nostalgie, und wie sehr sich die Atmosphäre zwischen Feldaufnahmen und Bühnenperformance unterscheidet.
🗣️ Ausschnitte aus dem Interview (engl./dt.):
“Well, it’s a lot more selective in America… there’s a strong, you know, selective group here and there that are very into this music.”
„In Amerika ist das viel selektiver… es gibt hier und da Gruppen, die sich sehr für diese Musik begeistern – auch wenn die breite Masse eher dem Mainstream folgt.“
“When I perform on stage, that’s not the same as collecting out in the field.”
„Auf der Bühne zu stehen ist etwas völlig anderes, als Musik im Feld zu sammeln.“
“You’re trying to capture a performance in its natural setting… But when you’re performing on stage, you’re never in that natural setting at all.”
„Draußen versucht man, eine Darbietung in ihrer natürlichen Umgebung einzufangen – auf der Bühne existiert dieses Umfeld aber nicht. Man muss es künstlich erschaffen.“
📍 Ort: Tønder Festival, Dänemark
📅 Jahr: 2013
🎶 Ein aufschlussreiches, authentisches Gespräch mit einer Band, die das kulturelle Erbe nicht konserviert, sondern lebendig macht.
❓ Wie wichtig ist euch Authentizität in Musik – lieber roh und ursprünglich oder perfekt inszeniert?

Freddie Green, der legendäre Gitarrist der Count Basie Orchestra, war eine wahre Ikone des Jazz, bekannt für seinen markanten Rhythmusstil und seine Fähigkeit, das gesamte Ensemble mit einem einzigen Akkord zu tragen.
Zwei Monate vor seinem Tod hatte ich die einzigartige Gelegenheit, ihn zu interviewen. In unserem Gespräch reflektierte er über seine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Basie und seinen Einfluss auf den Jazz.
Green erzählte mir, wie er die Entwicklung des Jazz über die Jahre beobachtet hatte, immer mit dem Fokus auf die Rhythmusarbeit und das Zusammenspiel im Ensemble. „Es geht darum, den richtigen Groove zu finden und die anderen Musiker zu unterstützen. Es ist keine Soloshow“, sagte er. Trotz seines unglaublichen Erfolgs blieb Green bescheiden und betonte immer wieder, wie wichtig das Teamgefühl im Jazz sei.
Sein Spiel war von einer Klarheit und Einfachheit, die oft übersehen wurde, aber gerade diese Zurückhaltung machte ihn zu einem der gefragtesten Musiker seiner Zeit. Seine Gitarrenbegleitung war das Fundament vieler legendärer Aufnahmen – seine Technik hatte etwas Unglaubliches, das jeder Musiker und jedes Publikum zu schätzen wusste. In diesem Interview, das nur wenige Monate vor seinem Tod stattfand, war er jedoch genauso bescheiden und gelassen wie immer, ein wahrer Gigant, der nie seine Wurzeln oder den wahren Sinn des Spiels aus den Augen verlor.
🎧 Jetzt reinhören und ein Stück Musikgeschichte erleben!
Und hier die Playlist für Freddie Green:
https://open.spotify.com/playlist/1vP4Pq3dcrvdmyuFTqagUU?si=78336864911f4160

Coulter spricht auch über seine Arbeit als Produzent und darüber, warum ihn besonders die langsamen, melodischen Stücke berühren: Er wollte bekannte Lieder von allem Überflüssigen befreien und ihren emotionalen Kern freilegen. Ein persönlicher Einblick in die Gedanken und die Musik eines Künstlers, dessen Melodien bis heute nachklingen.


Natürlich haben wir dann auch im Interview weitergesehen. Nur voraussehen in der Zeit konnten wir nicht. Dies war die Zeit des kommerziell erfolgreichen Engländers aus Middlesbrough, der den Blues und die Fender-Gitarren liebte, aber von seinem Pop-Rock leben musste und sehr gut konnt. Der andere Rea begann zwei Jahre später, als er die Road to Hell betrat und die Hölle brach dann 2016 aus. Bei einem Abstecher in die Pub erlitt er einen Schlaganfall. Davon erzählt dann ein anderes Interview. Hier geht es in die Zeit von On the Beach und Dancing with Stranger.
Interviewsprache: Englisch
Musiklink für die Interview: https://open.spotify.com/playlist/55paUNZuCzsQ3pEFWNxN1i?si=a593910917384448

Schnell waren Mitstreiter gefunden und die Band begann New York City zu erobern. Das alles machte auch eine Plattenfirma neugierig und 2015 erlebte das Debütalbum der Sardinen seine Veröffentlichung – nicht nur in der USA, auch in good old Europe.
So kamen Elizabeth Bougerol und Evan Palazzo dann auch ins Studio zur Tonart von DLRK. Und es war, wie später das Konzert im Berliner Jazzclub „A-Trane“ ein Spaß der swingenden, treibenden Art.
Some fairy tales happen even in the 21st century. One of these fairy tales is the history of the “Hot Sardines”, which started in a pasta farm in New York – that was in 2007. The actor Evan “Bibs” Palazzo and the French author Elizabeth Bougerol met and quickly agreed to go through life musically together in the future. Soon other musicians with the same ideas were found and the band began to conquer New York City. A record company also made was fascinated and in 2015 the Sardinen debut album experienced its publication – not only in the USA, but also in Good Old Europe. So Elizabeth Bougerol and Evan Palazzo came to the Tonart-Studio of DLRK. And it was like the concert in the Berlin jazz club „A-Trane“ later, all was fun, full of swing and a lot of power.
