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Ungeschnittene, rohe Interviews – die einst im RIAS, Deutschlandradio Berlin oder Deutschlandradio Kultur in ihrere geschnittenen Form zu hören waren. Hier kommen sie direkt und ungefiltert ans Ohr.




Hannes Wader 1982

1982 interviewte ich Hannes Wader anlässlich seines viel diskutierten Albums „Daß nichts bleibt, wie es war“. Trotz seiner damaligen Radio-Blacklist zeigte sich der RIAS Berlin offen. Im Gespräch ging es um seine Musik, seine künstlerische Entwicklung und politische Themen – ein faszinierender Einblick in das Denken eines großen Liedermachers. Die 1980er waren für Wader eine Zeit des Wandels. Seine politische Haltung sorgte zwar für Kontroversen, doch sein Einfluss auf die Musikszene blieb unbestritten.

Marcel Barsotti

2012 sprach ich mit Filmkomponist Marcel Barsotti über den Soundtrack zu „Jesus liebt dich“. Nach dem Studium in München komponierte Barsotti für über 100 Filme und wurde mit mehr als 80 Preisen geehrt. 2017 gründete er die erfolgreiche Musikfirma Tunesformovies und veröffentlichte gefeierte Alben wie Earth. Heute arbeitet er in Starnberg an Arthouse-Projekten, die international zahlreiche Auszeichnungen erhielten. 2024 feierte er zudem mit dem KI-Projekt „Transformation“ ein erfolgreiches Regiedebüt. Barsotti bleibt somit ein vielseitiger Künstler zwischen Musik, Film und neuen Technologien.

Hans Dieter Hüsch

Es gab nur ein wirkliches „schwarzes Schaf vom Niederrhein“ und das war Hanns Dieter Hüsch. Mit seiner Philicordia (einer merkwürdigen Heimorgel, die ich auch besaß) war er der Kult-Kabarettist der erwachenden Bundesrepublik und ihr Begleiter durch alle Wirren einer Demokratie. Ihn 1985 zu interviewen war etwas Besonderes für mich. Da saß ich also vor einem Menschen, den ich seit Beginn meines bewußten Denkens verehrte – für einen Interviewer und Journalisten immer ein schlechtes Zeichen. Denn, wie soll man sich so seiner positiven Befangenheit erwehren. Ich tat mein Bestes und muss heute, fast 40 Jahre nach dem Gespräch, über einiges Schmunzeln. Hüsch und sein Wirken wirkt bis heute nach.Wenig, er hätte es genossen, Genossen.

Wolfgang Ambros

Ich treffe Wolfgang Ambros zum zweiten Mal. Unser erstes Gespräch war ziemlich hitzig: Erst haben wir uns angepflaumt, dann nach und nach angefreundet. Heute schauen wir auf seine Alben von 1983 und 1984, seine Rolle im Musikbusiness und sein öffentliches Image.
Schon damals war Ambros’ Musik ein Publikumsliebling. Kritiken lobten seine kraftvollen Auftritte, den Wiener Dialekt und seine eigenständigen, gesellschaftskritischen Texte. Erst später wurde mir klar, was für ein Ausnahmetalent in ihm steckt: Neben Hits wie „Zentralfriedhof“ und „Schifoan“ begeistern mich besonders seine Tom-Waits-Interpretationen und die charmante Hommage an Hans Moser. Diese Nuancen muss man erst einmal draufhaben.


Fragen & Vorschläge

Aber auch wenn Sie eigene Erinnerungen an den RIAS oder DLR Berlin/Kultur haben

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