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The Bright Mississippi

Seit einer Ewigkeit bestimmt der „Ol' Man River“, der Mississippi, das Leben in New Orleans. So liegt es denn auch auf der Hand, wenn New Orleans-Pianist Allen Toussaint seine aktuelle CD „The Bright Mississippi“ nennt und uns mitnimmt auf seinem Trip zurück zu den Wurzeln und Stätten seiner Musik.
Toussaint und New Orleans sind untrennbar miteinander verbunden. Was bisher mehr oder weniger durch die Seelenverwandtschaft belegbar war, hat nun, mit der aktuellen CD, auch musikalisch den Beweis angetreten. Der Pianist Toussaint, begleitet von einer kongenialen Band – unter ihnen der Gitarrist Marc Ribot und Klarinettist Don Byron - beweist nun, dass es neben Dr. John und Wynton Marsalis noch einen dritte Zacken in der musikalischen Krone der Stadt gibt.
Die Helden der glorreichen, musikalischen Vergangenheit – von King Oliver über Jelly Roll Morton bis zu Louis Armstrong - sie swingen im Geiste mit. Toussaint bringt den Modetanz Cakewalk und seine Ragtimes ins hier und heute, spielt mit den Rhythmen, ist funky, aber auch bedächtig, wenn angebracht – wie bei Traditional „Just A Closer Walk with Thee“. Er lässt den Touristenrummel hinter sich, die Preservation Hall und ihren inzwischen faden Glanz, Toussaint und seine Band tummelt sich auf einer Bourbon Street, die es so nur noch in seiner Musik gibt. Es mag eine lange, lange Reise für Toussaint gewesen sein, aber glücklicherweise für uns alle: Er ist angekommen.
Die CD „The Bright Mississippi“ ist auf dem Label „Nonesuch“ erschienen und für mich eins der relaxten Highlights dieses Jahres. Uwe Golz

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