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Somi

The Lagos Music Salon

Die US-amerikanische Jazzsängerin Somi aus Champaign in Illinois ist für ihre aktuelles Album auf die Suche nach ihren Wurzeln gegangen. Für ein Jahr zog sie ins nigerianische Lagos, um sich inspirieren zu lassen. Das Ergebnis ist „The Lagos Music Salon“, so vielfältig wie die Vielvölkerstadt, deren Namen es trägt.
Es wurde ein buntes Album, so bunt, wie das Kleid das Somi auf dem Cover ihres Albums trägt. Die afrikanischen Wurzeln ihrer neuen Songs sind nicht zu überhören und doch sind auch die anderen Wurzeln, die ihrer amerikanischen Jazzseite, stets präsent und spürbar. Über zu wenig Vorschusslorbeeren kann sich die 33jährige nun wirklich nicht beklagen. Man hat sie mit Miriam Makeba verglichen und mit Nina Simone, obwohl das doch etwas zu hoch gegriffen scheint.
Aber ohne Zweifel gehört Somi zu den Sängerinnen, die auch in Zukunft von sich hören lassen werden. Denn sie weiß genau, was sie will und sie hat die stimmlichen Fähigkeiten aus der Masse des Einerleis herauszutreten. Ihr „Lagos Music Salon“ geht da in die richtige Richtung und bereits jetzt kann man vorhersagen, dass Somi in Zukunft nicht nur den Jazz, sondern auch die sogenannte Weltmusik bereichern wird.
Das Album jedenfalls hält, was es verspricht. Somi mischt die Genres zu einer mitreißenden Melange aus afrikanischer Tradition und amerikanischem Improvisationsglauben. Und ein paar zusätzliche Gäste im Studio - unter ihnen Angelique Kidjo - haben dem Ganzen noch zusätzliche Farbtupfer gegeben. eGo

Anspieltipp: Lady Revisited; Still Your Girl

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OKeh