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Porgy & Bess

Mit seiner American Folk Opera „Porgy & Bess“ hat sich George Gershwin in die Ewigkeit komponiert. Nie zuvor hatte es jemand gewagt das schwarze Amerika auf die Opernbühne zu hieven - und das 1935, als Rassentrennung noch das alltägliche Leben in den US of A war. Geschildert wird die Liebe des „Krüppels“ Porgy zur leichtlebigen und frivolen Bess in der von Kriminellen und Zuhältern wimmelnden Siedlung Catfish Row im Charleston des 19. Jahrhunderts.

George Gershwin hat festgelegt, dass das Stück ausschließlich von Schwarzen aufgeführt werden darf, eine Ausnahme bilden allerdings konzertante Aufführung.



Ella Fitzgerald & Louis Armstrong

Fast jeder ernst zunehmende Musiker hat sich wenigstens einmal an einem Lied aus „Porgy & Bess“ versucht. Aus allen (mehr oder weniger kompletten) Einspielungen sticht die Zusammenarbeit von Ella und Louis allerdings heraus. Armstrong und Fitzgerald singen zwar nicht die ganze Oper, doch ihre 16 Songs sind ein Meilenstein dieser Liebesgeschichte. Leider ist Armstrongs Trompete nicht allzu oft zu hören, doch das machen die Duette und der Gesang allemal wieder wett. Da vergisst man auch schnell die etwas uninspirierten Arrangements des Orchesterleiters Russ Garcia.

Miles Davis

Diese instrumentale Operneinspielung war nach „Miles Ahead“ die zweite Zusammenarbeit zwischen Miles Davis und dem Arrangeur Gil Evans. Zusammen mit seinen Bandkollegen John Coltrane, Cannonball Adderley, Bill Evans, Paul Chambers und Jimmy Cobb entstand 1958 ein cooles und doch zugleich emotionales Meisterwerk. Selten hat man Miles Davis mit dieser spielerischen Geschlossenheit gehört.