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Nic Jones

Penguin Eggs

Vor genau 33 Jahren legt uns der britische Folksänger und Gitarrist Nic Jones seine Pinguineier ins Nest. Was damals keiner ahnen konnte, aber jeder hören, war, diese „Penguin Eggs“ waren eine Sternstunde des britischen Folkrevivals. Die Karriere und das Schafen von Nic Jones fand im Februar 1982 ein jähes Ende. Ein Autounfall setzte der Musik von Nic Jones den Schlusspunkt. Langwierige und schwere - sowohl körperliche als auch geistige - Behinderungen verhinderten Nics Musik - für fast 30 Jahre.
Doch dann geschah das scheinbar Unmögliche.

2005 ging Nic wieder ins Studio und begann wieder mit der Musik. Zwei Jahre später zeichnete ihn die BBC mit dem Good Tradition Award aus und weitere drei Jahre später stand Nic Jones während des Sidmouth Festivals mit seinen alten Weggefährten von Banddogs, Peter & Chris Coe, wieder auf der Bühne. Nic was back! Und er ist es immer noch, die Gitarre spielt zwar jetzt sein Sohn Joseph - und nicht schlechter als der Herr Papa, aber er selbst singt als hätte es den Autounfall nie gegeben.

Vor zwei Jahren wurde ihm von der English Folk Dance & Song Society die höchste Auszeichnung, die EFDSS Gold Badge, verliehen und in diesem Jahr wurde Nic Jones von der BBC als „Folk Singer of the Year“ gewürdigt.

Und was hat das alles mit den „Penguin Eggs“ zu tun? Er hat damit einen Fels in die Brandung Folk gesetzt, der bis heute allen Stürmen trotzte und die nachfolgenden Generationen beeinflusste. Bob Dylan sang Nics „Canadee-I-O“ (zu hören auf dem Album „Good As I Been To You“) und Kate Rusby bezeichnet Nic als eines ihrer großen Vorbilder. Wer heute Neo-Folk, Indie-Folk, Alt-Folk oder sonst welchen Folk als seine Musik bezeichnet, sollte an den Pinguineiern gelauscht haben, Nic hat sie 1980 ausgebrütet. Uwe Golz





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Mehr über Nic Jones

Nic Jones 1978 im Berliner Quartier Latin
Nic Jones 1978 im Berliner Quartier Latin

Und hier nun Canadee-I-O

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