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Kurz & bündig * 13. Juni 2015

von Vincent Neumann

„Love & Mercy“
Wenn man sagt: Die Musik ist das Beste an diesem Film, dann spricht das nicht immer für den Film. In diesem Fall bewegt sich allerdings beides auf hohem Niveau: die einfühlsame Verfilmung des bewegten Lebens von Brian Wilson und die großartigen Songs, die er für die „Beach Boys“ geschrieben hat. Das am wenigsten Gute sind die Momente im Film, wo es keine Musik gibt.
(5/5) *****
„Die Frau in Gold“
Wo Hans Zimmer draufsteht, ist nicht immer Hans Zimmer drin: Man darf vermuten, dass Co-Komponist Martin Phipps den Löwenanteil dieses Scores geschrieben hat – das aber elegant und gekonnt, wenn auch ohne große Überraschungen. Potenzial ist jedenfalls da – immerhin ist Phipps ja auch der Pate von Benjamin Britten.
(3,5/5) *** ½
„Poltergeist“
In die Fußstapfen von Jerry Goldsmith zu treten ist niemals leicht; außerdem hat man bei einem Horrorfilm als Komponist meistens wenig Spielraum, sich zu entfalten. Ein schönes Hauptthema hat Marc Streitenfeld dennoch zustande bekommen; Anfang und Ende des Soundtracks kann man sich also anhören. Dazwischen gibt es größtenteils das übliche Gebrumme, Geknister und Gekreische.
(2,5/5) ** ½
„Mad Max – Fury Road“
Die langen, apokalyptischen Trommel-Passagen auf dem Soundtrack kann man sich sparen – die wirken nur im Zusammenspiel mit dem Bild. Wann immer das Orchester einsetzt, entstehen aber wunderschöne und stimmungsvolle Klänge – ein gemischtes Zeugnis also für den niederländischen Komponisten und Musikproduzenten Tom Holkenborg, alias „Junkie XL“.
(3/5) ****
„Jurassic World“
Wie die Filme müssen auch die Dinosaurier in ihnen immer größer und fieser werden. Glücklicherweise schließt sich Michael Giacchino diesem Trend nicht an – sein Soundtrack ist abwechslungsreich, teilweise sogar filigran und eine liebevolle Hommage an die Original-Themen von John Williams
(4,5/5) ****½
„Ein Amerikaner in Paris“
Eine klinisch reine Musical-Produktion, die jetzt auf CD gebannt wurde – das ist sowohl Lob als auch Kritik. Die Kompositionen der Gershwin-Brüder sind aber natürlich zeitlos gut.
(4/5) ****
„Cole Porter in Hollywood“
In liebevoller Kleinstarbeit hat der Brite John Wilson auch bisher unvollständige Partituren des Musical-Meisters rekonstruiert – ein Arbeit, die sich gelohnt hat. Ein gelungener Einblick in das Goldene Zeitalter des Musicals, wenn auch ohne große Überraschungen.
(4/5) ****