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Bis(s) zum Ende der Nacht, Teil 2

Nun hat die liebende Seele endlich ihre vampirische Ruh. Der letzte Teil der Teenager-Vampirschnulze TWILIGHT SAGA unter dem verheißungsvollen deutschen Titel „BIS(S) ZUM ENDE DER NACHT, Teil 2“ klärt die Dinge und die Musik liefert den dazu passenden Soundteppich. Wieder hat man nicht gekleckert, sondern geklotzt – popmusikalisch. Von Ellie Goulding über Green Day bis zu Feist spannt sich der Bogen. Und ein Debüt findet sich auch – es heißt „All I Ever Needed“ und ist ein Duett von „American Idol“-Star Paul McDonald und seiner Frau Nikki Reed. Die spielt in der Saga die Rolle der Rosalie Hale und das passt ja dann auch haargenau auf Bella und ihren bleichen Edward.

Musikalisch geht man auch in diesem letzten Teil keine Kompromisse ein. Der Score von Carter Burwell, so gut er auch ist, muss sich leider hinter den Popsongs verstecken - da helfen weder True Grit, noch die Coen Brüder - für die er ja vorzugsweise arbeitete. Die Gitarren aus Teil 1 wichen einem eher traditionellen Klang, das Orchester vergrößerte sich und so zeigt sich in seiner Musik dann auch eher das Erwachsenwerden der Hauptfiguren. Aber letztendlich geht es auch im Filmmusikgeschäft um Synergie-Effekte und nicht (nur, oder nur selten) um die Qualität. Und da kauft die angepeilte (Teenager-)Zielgruppe eben eher die Stars der Pop- und Rockszene als einen – und sei er noch so gut – Score.

Und so musste man die einstigen US-Revival-Punker von GREEN DAY auch nicht lange bitten, einen Song zum Film beizusteuern. Sie liefern die Leadsingle zur Saga letzter Teil „The Forgotten“. Wie sagte Gitarrist Mike Dirnt in einem Interview: „Als wir gefragt wurden, Teil des Soundtracks zu ‚Breaking Dawn – Part 2’ zu werden, haben wir sofort zugesagt, weil diese Filme ein verrücktes kulturelles Phänomen sind“. Dass mit dem Phänomen stimmt, verrückt aber sind eher die weiblichen Teenies, die sich alle ein Baby von Edward wünschen. ego


Warner / WEA